Archiv 2014 – 2006

 

2014

7. April 2014: Opposition und Zivilgesellschaft in Russland in Zeiten der Krim-Krise

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Vortrag und Diskussion mit Aleksej Kozlov, Bürgerrechtsaktivist aus Russland www.article20.org und Peter Alberts (B’90 / Grüne / GAL Münster), Kandidat für das Europäische Parlament

Die deutsche Öffentlichkeit blickt seit Wochen gebannt und ratlos nach Russland und in die Ukraine. Die dramatischen Ereignisse auf dem Kiewer Majdan und auf der Krim geben Anlass zu großer Sorge. Steuert das europäisch-russische Verhältnis auf einen neuen Kalten Krieg zu? Dass Präsident Putin für seine Politik offenbar viel Zustimmung in Russland erfährt, fällt vielen schwer zu verstehen. Gibt es in Russland eigentlich noch eine Opposition?

Doch, die gibt es. Die Grünen in Münster freuen sich sehr, diese Fragen mit Aleksej Kozlov, einem kompetenten Bürgerrechtsaktivisten aus Russland zu diskutieren. Herr Kozlov engagiert sich aus dem Berliner Exil heraus für die russische Bürgerrechtsinitiative „Article 20“ – die im Namen den Artikel 20 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte führt: „Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.“

Neben Herrn Kozlov steht Ihnen Peter Alberts, Grüner Europakandidat aus Münster und Osteuropaexperte zur Diskussion zur Verfügung. Herr Alberts hat in Münster Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaften studiert und arbeitet in der Grünen Partei im Feld der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitk und der Europäischen Nachbarschaftspolitik.

Dank der freundlichen Unterstützung durch die Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster / Münsterland e.V. kann die Veranstaltung zweisprachig, russisch und deutsch, durchgeführt werden. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Zweisprachig Deutsch und Russisch (Dolmetscherin: Irina Schröder-Ilina, DRG Münster)

19:00 Uhr, Alexianer Waschküche: Bahnhofstraße 6, 48143 Münster


12. Juni 2014: Die Russland-Ukraine-Krise und die Europäische Union
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN Ina Ruck Korrespondentin im ARD-Fernsehstudio Washington © WDR/Herby Sachs, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im Rahmen einer engen, unternehmensbezogenen Berichterstattung im WDR-Zusammenhang bei Nennung "Bild: WDR/Sachs" (S1). WDR-Pressestelle/Fotoredaktion 0221 220 -2408 oder -4405 Fax -8471 E-Mail fotoredaktion@wdr.de

Ina Ruck
WDR/Sachs

INA RUCK, ARD-Korrespondentin aus Moskau zu Gast in Münster.

Im Lichte der aktuellen Ereignisse in der Ukraine, die die politische und gesellschaftliche Diskussion nicht nur in Deutschland und Russland, sondern weltweit beherrschen, erwarten wir gespannt Vortrag und Diskussion mit Journalistin und Fernsehkorrespondentin des WDR im ARD-Studio Moskau Ina Ruck zum Thema

Die Russland-Ukraine-Krise und die Europäische Union. Politische Hintergründe und Perspektiven.

Ina Ruck hat bereits 1991 während des Putsches in Moskau an der Seite von Gerd Ruge gearbeitet. Von 1995 bis 2000 arbeitete sie als ARD-Fernsehkorrespondentin für die GUS-Staaten in Moskau und im Anschluss seit August 2000 als Auslandsredakteurin und Reporterin beim WDR in Köln. Als Moskau-Korrespondentin war sie erneut von 2005 bis 2007 vor Ort, seit 2009 bis April dieses Jahres war sie zusätzlich Leiterin im ARD-Studio Moskau. Insgesamt war sie mehr als 12 Jahre im Studio Moskau tätig.

Ina Ruck ist eine überaus profunde Kennerin der russischen politischen Szene und der gesellschaftlichen Entwicklungen im Land. Immer am Puls der Ereignisse hat sie von Dezember 2013 bis Januar 2014 live vom Majdan in Kiew berichtet, im Februar von den olympischen Spielen aus Sotschi, dann wieder aus Moskau. Wie keine andere kann sie Motive und Schachzüge der russischen Politik beurteilen, ebenso wie die Akteure der tragischen Entwicklungen in der Ukraine.

Ina Ruck hat für ihre Reportagen zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Unter anderem hat sie 1996 den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten für ihre Live-Reportage aus Moskau zum 50. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland bekommen. Im Jahr 2000 hat sie für den Weltspiegel einen Beitrag über eine Schule in Grosny gemacht, den sie damals auf Einladung der DRG auch in Münster gezeigt hat. Für diesen Beitrag wurde ihr der Prix Bayeux für Kriegsberichterstattung zugesprochen.

Wir freuen uns, dass Ina Ruck zwischen ihren hochbrisanten Reportagen die Zeit findet, nach Münster zu kommen, in die Stadt, in der sie Slawistik, Politikwissenschaft und Publizistik studiert und 1988 an der Wiege der Entstehung der DRG gestanden hat.

19.30 Uhr, Vortragssaal der Volkshochschule: Aegidiimarkt 3, Münster


15. Oktober 2014: У нас в гостях Вениамин Смехов

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Вениамин Смехов с новой программой “Избранное – избранным”
Стихотерапия: Пушкин-Бродский-Высоцкий
Война и мир: Твардовский, Самойлов, Межиров, Слуцкий.
Ребятам о зверятах: Крылов, Гумилев, Агнивцев, Северянин, Есенин, Маяковский, Хармс.
Двойные портреты: Евтушенко-Вознесенский и Николай Эрдман – Дмитрий Пригов

Большинству из нас его представлять не надо, но для присоединившегося к нам меньшенству кратко напомним:
Вениамин Смехов – народный Атос Советского Союза,
Вениамин Смехов – легендарный Воланд в легендарной постановке “Мастера и Маргариты” Юрия Любимова,
Вениамин Смехов – автор любимейшей пластинки детства “Али Баба и сорок разбойников”.
Вениамин Смехов – просто гениальный интерпретатор русской поэзии…

Приходите все, приводите своих друзей!!! Приобрести билеты можно будет уже, начиная с понедельника 22.09.2014, в Reisebüros “Morosov” (0251 534 65 59), “Starwind” (0251 7624057) и “Vito Reisen” (0251 2809756), а также по телефону 0179 925 8880. ЦЕНА: 10,- евро

19:30 Uhr, Theater im Pumpenhaus: Gartenstr. 123, Münster


2013

 8. Mai 2013: Konzert mit Oleg Mityaev – Liedermacher aus Moskau

Star aus Moskau.

Deutschlandtournee anlässlich der Herausgabe seines deutsch-russischen Liederbuches STILLE LERN ICH VON DEN WOLKEN.

Karten online unter events.germany.ru/1005622653 oder russischekonzerte.de/Oleg_Mityaev_Deutschland_2013.html

MityaevÜber Oleg Mityaev

Oleg Mityaev ist derzeit der erfolgreichste Vertreter des russischen Autorenliedes. Er füllt große Konzertsäle, trat in den letzten Jahren regelmäßig im Saal des Großen Kremlpalastes, sowie im renommierten MCHAT Theater in Moskau auf, er erscheint häufig im Fernsehen und hat zahlreiche CDs, Videoclips, DVD s und Bücher produziert. Durch die Auszeichnung „Volkskünstler der Russischen Föderation“, die höchste, die ein russischer Künstler erhalten kann, wird seine Karriere gekrönt.

Oleg Mityaev ist in allen Kontinenten aufgetreten. In den frühen 90er Jahren ist seine Karriere jedoch eng mit Münster verbunden. Früh schon hat die deutsch-russische Gesellschaft Münster sein Talent und seine Ausstrahlung entdeckt und ihn mit seinem damaligen Begleiter Konstantin Tarasow fast jährlich zu kleineren Konzerten nach Münster und in andere Städte Deutschlands eingeladen. So manches seiner berühmten Lieder wie „Die Französin“ ist in Münster entstanden. Nach langer Zeit nun kommt er wieder auf Deutschlandtournee. Anlass ist sein im Pop-Verlag erschienenes neuestes Buch „Stille lern ich von den Wolken“ mit ausgewählten Liedern auf russisch und deutsch, übersetzt und herausgegeben von seinem Freund Karl Wolff und wunderbar illustriert vom Petersburger Künstler Igor Schajmadanov.

Oleg Mitjaew steht auf der Bühne als Poet mit Charisma, der seine Gedicht-Lieder nachdenklich, traurig und auch witzig vorträgt. Seine poetischen Texte werden zu einem musikalischen Genuss, auch durch die phantasievolle und stimmige Begleitung von Leonid Margolin (Gitarre, Klavier, Bajan) und Rodion Martschenko (Bassgitarre) und deren virtuose und einfühlsame Arrangements. Auf Tourneen durch Westeuropa, Südafrika, Südamerika, USA und Israel hat Mitjaew mit seinen Liedern internationale Anerkennung bekommen. Die TAZ hat es geahnt, als sie 1992 nach einem Konzert in Hamburg schrieb: „Ein Liedermacher für die ganze Welt, dessen Lieder das Herz vor Fernweh und Sehnsucht überlaufen lassen.“ Auf eine Retrospektive alter und neuer Hits dürfen sich seine Fans freuen.

19:30 Uhr, Stadthalle Hiltrup: Westfalenstraße 197, Münster

Stille lern ich von den Wolken.: Lieder: Texte, Noten und Akkorde. Russisch und Deutsch. Herausgegeben und ins Deutsche übertragen von Karl Wolff. Mit 19 Bildern von Igor Schajmardanov, Pop Verlag Ludwigsburg, 2013.

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Russisch-deutsche Konferenz in Rjasan: 

Therapeutisches Reiten als eine Möglichkeit der Rehabilitation und Integration von Kindern mit Behinderungen

Ein Projekt mit dem Ziel, die Ergebnisse des zweijährigen Pilotprojektes (s. Beschreibung) auf dem Hintergrund der langjährigen methodischen Erfahrungen und wissenschaftlicher Forschungsergebnisse aus Deutschland im Bereich der Hippotherapie zu evaluieren und zu adaptieren.

Zeitraum: 29.-30. August 2013, Ort: Rjasan, Russland. Dauer: 2 Tage

Hippo_ Konferenzprogramm Download

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Generalversammlung des EU-Russland Zivilgesellschaftsforums in Den Haag (5-7 October 2013)

Die Plenumsdiskussionen in Den Haag waren beherrscht von den Repressionen der russischen Regierung auf die Nichtregierungsorganisationen. Zwei Mitgliedsorganisationen wurden zu diesem Zeitpunkt bereits gewaltsam aufgelöst: GOLOS und das Zentrum zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen in Kostroma. Dutzende warten auf die Entscheidungen der Gerichte, einige haben ihren Prozess gewonnen, viele kämpfen weiter vor den Gerichten um ihre Existenz.

Diskutiert wurden aber auch die Probleme in der EU, Entsolidarisierung und wachsende soziale Ungleichheit als Folge der ökonomischen Krise, Xenophobie, besonders gegen Roma und Migranten, schließlich die Verletzung der Menschenrechte durch die flächendeckende elektronische Überwachung. Thema war auch die ökologische Zerstörung durch die Organisation der Winterolympiade im subtropischen Sotschi, sowie die Bedrohung der Arktis und, damit verbunden, die Inhaftierung der Greenpeace-Aktivisten durch die russischen Behörden.

.Zu den bisher bestehenden Gruppen – Menschenrechte, Umwelt, Soziale Ziele und zivilgesellschaftliches Engagement, Demokratische Institutionen – haben sich die Arbeitskreise Politische Bildung/Demokratieerziehung und Historisches Gedächtnis und Bildung neu konstituiert. In letzterer Gruppe arbeitet als Vertreterin der DRG Gudrun Wolff mit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, Italien, Deutschland und Russland.

http://eu-russia-csf.org/general-assemblies/102013-the-hague/

Gruppe Historische Erinnerung und Bildung in Den Haag

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 2012

Mitgliederversammlung

am Mittwoch 04. Juli, 19.30.-22.30 im internationalen Zentrum der WWU “Die Brücke”, Raum 106, Wilmergasse 2

Nach dem Rechenschaftsbericht und den Wahlen laden wir ab 20.15 zu einem geselligen Abend mit selbstgemachten Leckereien und Getränken ein. Neue Gesichter sind immer willkommen. In diesem Sinne: Пустъ всегда будет

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„Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Rjasan“

Qualifizierungsmaßnahme und Know How Transfer in Münster und Umgebung für das Team des Projektes vom 08.07. -17.07. 2012

Das Projekt „Heiltherapeutisches Reiten“ in unserer Partnerstadt Rjasan läuft weiter. Im Juli war das Rjasaner Team des Projektes für zehn Tage zu Gast in Münster und im Münsterland. Auf dem Plan standen fachliche Beratung und Gedankenaustausch. Die Gruppe besuchte das Reittherapiezentrum der Alexianer, die Reithalle Ladbergen, das Autismustherapiezentrum des DRK, die Selbsthilfegruppe Asperger Autismus, das Gesundheitsamt Münster u.a.

Programm Hippo Münster zum Download

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Reitstall Ladbergen
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Schulpsychologische Beratungsstelle                 Beim Schirmherrn Baron Heereman

Generalversammlung des EU-Russland Zivilgesellschaftsforums 09.-10. Oktober 2012 in Sankt Petersburg

Auf der Tagesordnung standen Themen wie Versammlungsfreiheit, Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, die Krise Europas und ihre Auswirkungen, die ökologische Auswirkung der Stadtentwicklung. Die Generalversammlung diskutierte die EU-Russland Beziehungen auf dem Hintergrund ihrer “strategischen Partnerschaft” und Russlands Beitritt in die WTO ebenso die unterschiedlichen Ansätze beider Seite in Bezug auf verschiedene Themen wie Visa-Liberalisierung, die Aktivitäten von Gazprom, die Syrien Politik…
Diskutiert wurden auch die Herausforderungen für die NGOs in Russland (neue Gesetze, die die Arbeit der NGOs behindern) und der EU (NGOs unter dem Druck der Wirtschaftskrise). Es wurden Wege der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung diskutiert.
Karl und Gudrun Wolff nahmen für die DRG in den Arbeitsgruppen “Soziale Ziele und zivilgesellschaftliche Partizipation” und “Entwicklung der Demokratie” teil.
http://eu-russia-csf.org/en/general-assemblies/102012-st-petersburg/#sthash.Osow1Qc8.dpuf
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2011

16. November 2011: Buchpräsentation und Lesung mit Gudrun und Karl Wolff

Der Zeit voraus. Grenzgänge im Ural. Essay, Reportagen, Geschichte(n)

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Nach zweimonatiger Recherche in den Regionen Tscheljabinsk, Jekaterinburg und Perm legen Gudrun und Karl Wolff  einen in seiner Vielfalt faszinierenden kaleidoskopartigen Reisebericht aus Essays, Reportagen und Geschichte(n) vor. Kein Reiseführer kann diese Tiefe und Anschaulichkeit leisten. Mit jedem der 50 lesenswerten Kapitel über Kultur und Natur, über die mächtige Industrie, die problematische Ökologie, über Wissenschaft und zivilgesellschaftliches Engagement, über die Lebensanschauungen der ganz Jungen wie der sehr Alten, auch das Schicksal der Deutschen, erhält das Gesicht des Urals markante, unverwechselbare Züge. Das Gesicht eines liebenswerten Nachbarn.

Auf der Suche nach Konstanten in einer Welt, die aus den Fugen ist, kamen die Autoren zu der Überzeugung: Der Ural ist das Rückgrat Russlands. Die Kraft zur wirklichen Reform kommt aus den Provinzen von Menschen, die ihre Ideen, ihre Arbeit und ihre Verantwortung auch für das Wohl anderer einsetzen, nicht nur für die Vermehrung der Macht und des Geldes in der Hauptstadt.

Auf Einladung des Deutschen Generalkonsulats wurde das Buch in der Hauptstadt der Uralregion Jekaterinburg  rund um den 3. Oktober vor fachkundigem Publikum präsentiert und zur Diskussion gestellt.  Bei ihren Lesungen in der Universität, der Belinskij-Bibliothek, in Schulen, vor der deutschen Community wie auch bei Radio (Echo Moskvy Jekaterinburg)- und Fernsehinterviews stießen die Autoren auf großes Interesse und eine überaus positive Resonanz.

Marina Tschebotaewa, Generaldirektorin, Buchautorin und Umweltschützerin, schreibt: “Das Buch  ist eines der besten Bücher über Russland in deutscher Sprache und das erste von deutschen Autoren geschriebene über den Ural. Wenn man das Buch liest, versteht man sofort, dass die Autoren den Ural nicht nur kennen, sondern auch lieben.” (www.nashural.ru, 05.10.201)

Pop-Verlag, Ludwigsburg, 2011  (Fragmentarium-Sammlung), 380 Seiten.  ISBN: 978-3-86356-020-1, Preis 25,80€ www.pop-verlag.com Zu bestellen bei Amazon

20:00 Uhr, Stadtbücherei: Alter Steinweg 11, Münster


23. Februar 2011: Der Ural – das Rückgrat Russlands – Foto-Präsentation

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Der Ural? – Das ist die Grenze zwischen Europa und Asien. Viel mehr weiß man in der Regel hierzulande nicht über die östlichsten Provinzen Europas. Karl und Gudrun Wolff, Slawisten, Osteuropahistoriker und Mitbegründer der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster/Münsterand e.V., sind aufgebrochen zu Grenzgängen im Ural. In der Überzeugung, dass im Zeitalter der Globalisierung die lokale Identität zählt, setzen sie auf die Provinzen Russlands. Nach zweimonatiger Recherche in den Regionen Tscheljabinsk, Jekaterinburg und Perm berichten sie über Land und Leute, Kultur und Natur, Lebensgeschichten und Geschichte, auch Gulag-Geschichte, über die mächtige uralische Industrie, die problematische Ökologie und über zivilgesellschaftliches Engagement. Ihr vielseitiger Reisebericht mit zahlreichen eigenen Fotografien wird überzeugen: Der Ural ist das Rückgrat Russlands.

Eintritt 3.-/5.-€
20:00 Uhr, VHS Zi 208/209: Aegidiimarkt 3, Münster


2010

14. Dezember 2010: “IGLA – Die Nadel”

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20:00 Uhr, SpecOps: Von-Vincke-Str. 5-7, Münster

 


12. Januar 2010: Smechov in Münster

-ATOS.webУ нас в гостях легендарный ВОЛАНД в спектакле “Мастер и Маргерита”
благородный АТОС в кинофильме “Д’артанъян и три мушкетера”
автор мюзикла “Али-Баба и сорок разбойников”
ВЕНИАМИН СМЕХОВ
в прогамме Вечер сплошного Смехова
Лирика и юмор серебрянного века и золотые имена нашего времени.

19.30 Uhr, Volkshochschule: Katthagen 7, Münster. Цена билета 8 евро, вечерняя касса 10 евро


2009

17. November 2009: Buchpräsentation “Frauen in Georgien”
Gudrun Wolff stellt ihr Buch “Frauen in Georgien – Erzähltes Leben – Interviews” vor.
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20:00 Uhr, Internationales Zentrum Die Brücke: Wilmergasse 2, Münster

04. September 2009: Zwanzig Jahre Münster – Rjasan. Münster/Münsterland – Rjasan/Russland
Zivilgesellschaftliche Beziehungen, Partnerschaften, Projekte.

Programm und Teilnehmer:
Vor zwanzig Jahren wurde im Rathaus zu Münster die Städtepartnerschaft zwischen Münster und der Stadt Rjasan feierlich beschlossen. Dies ist ein Anlass zurückzublicken und zu feiern.
Nach langen Bemühungen der Stadt Münster machte Gorbatschows Politik der Perestrojka und Glasnost im Herbst 1989 diesen Akt der Völkerverständigung zwischen einer deutschen und einer russischen Stadt möglich. Statt Konfrontation und kalter Krieg galt neues Denken in einem europäischen Haus.
Die Partnerschaft zwischen Münster und Rjasan ist lebendig und stabil, eine Erfolgsgeschichte, obwohl die letzten 20 Jahre der Transformation Russlands für die russische Gesellschaft und die deutsch-russischen Beziehungen nicht immer einfach waren. Sie ist tragfähig, weil sie vom Engagement Münsteraner Bürgerinnen und Bürger und zivilgesellschaftlicher Organisationen getragen wird. Diese lokalen Netzwerke unterhalb der politischen Ebene funktionieren unabhängig von Schwankungen nationaler und supranationaler Politik, weil sie auf dem Prinzip der Solidarität und der Zusammenarbeit an konkreten gemeinsamen Projekten beruhen. Von Anfang an hat die Stadt Münster diese Aktivitäten unterstützt. Das hat sich als eine kluge politische Strategie erwiesen.
Unabhängig von der Partnerschaft zwischen Münster und Rjasan sind auch im Münsterland zahlreiche Projekte und Partnerschaften zu Russland entstan- den. Die DRG Münster, die an der Wiege der Städtepartnerschaft stand, nimmt das Jubiläum zum Anlass, dieses breite bürgerschaftliche Engagement in Ausschnitten zu präsentieren und zu weiteren Projekten mit Russland anzuregen.

Programm
11.00 – 17.00 Präsentation von Projekten aus Münster und dem Münsterland mit Rjasan und mit vielen anderen russischen Städten.
11.00 Eröffnung: Gitarrenmusik mit jungen russischen Virtuosinnen Günter Schulze Blasum, Vertreter des Rates der Stadt Münster.
11.30 Film über Rjasan
ab 12.00 Besuch von Schulklassen. Besichtigung der Präsentation. Teilnahme an einem Quiz und an Sprach -und landeskundlichen Spielen (Städte Memory,Twister, New Amici).

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12.00 Film der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch: „Warum Russisch?“
12.30 Film von Logo e.V.: Fachpraktika im ökologischen Landbau.
13.00 Film über Rjasan (Wiederholung)
14.00 Tanzperformance der russischen Kinderkunstschule Talant e.V.
14.30 Crashkurs Russisch
15.00 Twister Spiel und Städte-Memory
16.30 Empfang der Stadt Münster im Friedenssaal für geladene Gäste

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Präsentation Münster/Münsterland
1. Friseurmeister J.Kontrup – V.Scharapow
2. Gender Zentrum Rjasan e.V.
3. Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster/Münsterland e.V. Münster
4. Gymnasium Wolbeck Münster
5. Handwerkskammer Münster
6. Institut für Politikwissenschaften der WWU Münster
7. Iris Schule für Sehbehinderte, Münster
8. KinderKunstSchule
9. Kompaß e.V., Münster
10. Logo e.V ., Landwirtschaft und ökologisches Gleichgewicht mit Osteuropa, Lienen
11. Murmansk e.V, Förderung Gehörloser, Steinfurt
12. pArt Künstlervereinigung
13. Projekt „Soziales Zentrum“,Julia Wittig
14. Slawisches-Baltisches Seminar der WWU Münsterr
15. Tennisclub Albachten-Roxel
16. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Münster-Rjasan
17. Westfälische Wilhelms Universität, International office

Überregionale deutsch-russische Organisationen
1. Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) Dortmund e.V.
2. Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch
3. Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften e.V.
4. MitOst e.V.
5. Deutsch-Russisches Forum e.V
6. Deutsch-Russischer Austausch e.V.
7. Stiftung West-Östliche Begegnungen

11:00-17:00 Uhr, Foyer des Rathauses, Münster


04. März 2009: Karl Wolff präsentiert sein neues Buch “Von Tiflis nach Tbilissi. Reise an den Ursprung einer Sehn-Sucht”

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In 83 Kapiteln öffnet sich die pralle, sinnliche Welt Georgiens und nimmt den Leser Seite um Seite mit auf eine Reise in das nach dem russisch-georgischen Augustkrieg schon fast wieder vergessene europäische Land im Südkaukasus. Wie es den Nachfahren Medeas, die dem Argonauten Jason zum Goldenen Vlies verhalf, heute geht und dem an den georgischen Berg Kazbeg gefesselten Prometheus, erfuhr der von Land und Leuten verzauberte Autor, der als erster deutscher Schriftsteller als „Musa-Stipendiat“ des Ministerium für Bildung und Wissenschaft Georgiens drei Monate im Jahr 2007 das Land bereisen konnte, aus erster Hand. Das Ergebnis ist ein facettenreiches Kaleidoskop sprachlich geschliffener Texte aus dem Lande der „ Rosenrevolutionäre“, ein authentisches Buch mit literarischem Niveau über das moderne Georgien im 21. Jahrhundert. Eine Liebeserklärung an Georgien auf 200 Seiten.

Das Buch erscheint Mitte Februar beim Pop Verlag, Ludwigsburg, und wird im März auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.

20:00 Uhr, Lesesaal der Stadtbücherei: Alter Steinweg 11, Münster
Eintritt: 7,00/ erm. 5,00€


2008

23. Januar 2008: Bürgergesellschaft in Russland-Engagement, Handlungsspielräume, Perspektiven
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Der Baikal ist wertvoller als Öl. Aktion der NGO Baikalwave.

Über die offizielle staatliche Politik Russland wird in den Medien viel berichtet. Wie aber steht es um das Engagement und die Handlungsspielräume der Bürgergesellschaft in Russland?

Mit der – auch international heftig kritisierten – Verabschiedung des russischen NGO-Gesetzes im Jahr 2006 sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für bürgergesellschaftliches Engagement in Russland deutlich verschärft worden. Der ohnehin schwach ausgebildeten russischen Engagementkultur wurden damit weitere Fesseln auf dem Weg zu mehr Partizipation und gelebter Demokratie angelegt. Ist die russische Bürgergesellschaft am Ende, bevor sie sich richtig entfalten konnte? Welche Entwicklungspotenziale existieren in der „gelenkten Demokratie“ Russlands?

Frau Dr. Heller gibt in ihrem Vortrag einen kurzen Abriss über die Entwicklung bürgergesellschaftlichen Engagements in Russland seit 1990 und die Ausdifferenzierung des so genannten „dritten Sektors“, bevor anschließend die Grenzen und Möglichkeiten der Gestaltung und Einflussnahme „von unten“ unter den heutigen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

Vortrag und Diskussion mit Dr. Regina Heller, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg.


27. Februar 2008 Georgien. Kaukasus-Republik im Wandel. Multimediavortrag
 Tbilisi: Stadtgründer Wachtang Gorgassali, Metechi Kirche, Mtkwari Fluss

Tbilisi: Stadtgründer Wachtang Gorgassali, Metechi Kirche, Mtkwari Fluss

Im Herbst 2007 gingen die Menschen in Georgien auf die Straße und protestierten gegen ihren Präsidenten Saakaschwili, den sie 2003 als Helden der Rosenrevolution mit 96 Prozent der Stimmen gewählt hatten. Das Land, das als „Garten Gottes“ bezeichnet wird und einst die reichste Republik der Sowjetunion war, hat nach seiner Unabhängigkeitserklärung eine lange Phase der Instabilität mit Bürgerkrieg, Sezessionskonflikten in Abchasien und Süd-Ossetien und den Niedergang seiner Wirtschaft erlebt und befindet sich heute wie der gesamte Südkaukasus im Spannungsfeld zwischen amerikanischen und russischen Interessen. Die junge Demokratie hat sich für den Weg nach Europa entschieden, will in die NATO und in die EU. Schon heute flattert die Fahne der EU neben der georgischen Fahne.

Die Referenten berichten mit vielen Fotos nach einem dreimonatigen Studienaufenthalt vom Alltag in Georgien, seiner Geschichte und Kultur, vom Wandel und von den Perspektiven, Problemen und Potentialen im gast -und deutschfreundlichen Land im Südkaukasus .

Referenten: Karl und Gudrun Wolff
20:00 Uhr, VHS Raum 208/209: Aegidiiplatz 3, Münster


04. April 2008: Rostov Don Kosaken Quartett

Im Rahmen der akademischen Orgelstunden spielen in der Dominikaner Kirche in Münster:
Wladimir Isajkin Tenor
Leonid Nasekajlo Bariton
Nikolaj Sakhatskij Bass
Jury Janulewitsch Akkordeon
Alle Musiker haben am Minsker Konservatorium studiert. Das Programm umfasst klassische Musik und Folklore.
Der Eintritt ist frei.


10. Mai 2008 Konzert mit Alina Kabanova (Piano) und Fedor Elesin (Cello)

BeethovenDuo_Foto I. Teil:
Ludwig van Beethoven: Sonate g-Moll für Violoncello und Klavier Op. 5 Nr. 2 (1796)
Sonate A-Dur für Violoncello und Klavier Op. 69 Nr. 3 (1808)

II. Teil
Sergej Rachmaninov: Sonate g-Moll für Violoncello und Klavier Op. 19 (1901)

Ich hatte die Freude, das Beethoven Duo zu hören, zu bewundern und auszuzeichnen. (…) Es ist mit Sicherheit das beste Duo, das ich je gehört habe! Ihre Musikalität ist intensiv, ihre Anteilnahme an der Musik lebendig und ihr Vermögen, die Zuhörer zu fesseln, ist wahrhaft denkwürdig! Tatsächlich kreiert das Beethoven Duo eine magische Atmosphäre (und) ihre innere Ausstrahlung überträgt sich auf alle!
Marcello Abbado, Neapel, 31. Oktober 2006

Fedor Elesin, 1983 in Sankt Petersburg geboren, erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Cellounterricht. Nach der Teilnahme 1989 an seinem ersten Masterklass bei M. Rostropowitsch entschied sich der Sechsjährige, zum Berufsmusiker zu werden. Seit 2001 bis zum Abschluss 2007 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. W. Mehlhorn. Neben ersten Preisen und weiteren Auszeichnungen an verschiedenen Musikwettbewerben waren jedoch ganz entscheidend die Verleihung eines Gand-Cellos der Deutschen Stiftung „Musikleben“ und der Grand Prize der IBLA-Foundation in Italien. 2006 entstand unter der künstlerischen Leitung von Maestro Marcello Abbado das Beethoven Duo mit der Pianistin Alina Kabanova. Derzeit macht Fedor Elesin sein Aufbaustudium an derselben Hochschule in Hamburg.

Alina Kabanova, 1982 im ukrainischen Sewastopol geboren, begann mit fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung. Ihr erstes öffentliches Konzert gab sie im Alter von sechs Jahren. Es folgten zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen Seit 1995 spielte sie regelmäßig auf Tourneen in Russland, USA und Europa. Allein in Deutschland gab sie mehr als 1000 Konzerte. 2001 gewann sie den Förderpreis Musik der „Gesellschaft zur Förderung Westfälischer Kulturarbeit“ und wurde 2004 Stipendiatin der Rubinstein-Akademie Düsseldorf. Alina Kabanova studierte u. a. an der Musikhochschule Münster und macht derzeit ihr Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Evgeni Koroljov. Zusammen mit dem Cellisten Fedor Elesin gründete sie das Beethoven Duo.

Mit Alina Kabanova und Fedor Elesin kommt ein außergewöhnliches musikalisches Duo nach Münster, ein Glücksfall für alle Freunde der klassischen Musik. Sie faszinieren sowohl durch ihre musikalisch-geniale Virtuosität, als auch durch die Intensität ihrer Bühnenpräsenz. Sie sind Stars mit Glamour. Beflügelt von ihrem jungen Glück verwandelt sich das Paar in Musik und fesselt Zuhörer wie Zuschauer durch ihr musikalisches Feuerwerk.

Gefördert durch berühmte musikalische Größen wie Marcello Abbado, Natalja Gutman und Leonid Brumberg traten sie in ihrem jungen Alter in den großen Konzertsälen der Welt auf, dem Tschaikowski Konzertsaal in Moskau, St. Martins on the Fields in London und in der Carnegie Hall in New York. Dass sie nach einem Konzert in der Carngie Hall im H1 in Münster spielen hängt mit den nostalgischen Erinnerungen Alinas an ihre Zeit in Münster zusammen. Münster kann sich darauf freuen.

Eintritt: VVK: 30,- Euro, erm.: 10,- Euro, AK: 35,- Euro Vorverkauf beginnt am 10.04.08
Karten an allen bekannten VVK-Stellen in Münster: MZ Ticket Corner, Drubbel 20 (592-5252);
WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14 (690-593); Musikhaus Viegener, Katthagen 25 (518055)
Abendkasse ab 19 Uhr, Einlass 19:30

Links: www.beethovenduo.com


03. Juni 2008, Sergej Eisenstein «Panzerkreuzer Potemkin» (UdSSR, 1925)

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Der Stummfilm «Panzerkreuzer Potemkin» von Sergej Michailowitsch Eisenstein wurde 1925 im Bolschoj Theater in Moskau uraufgeführt. Die Original-Filmmusik wurde von Edmund Meisel komponiert. Er gilt als einer der einflussreichsten Filme und wurde 1958 auf der Weltausstellung in Brüssel zum “Besten Film aller Zeiten” gekürt. In der rekonstruierten “Berliner Fassung” von 2005 stellt der Film auch heute noch ein fesselndes Erlebnis und beeindruckendes Gesamtkunstwerk dar. Berühmtheit erlangte jene Szene, in der zaristische Soldaten auf das Volk schießen, das von der Hafentreppe den aufständischen Matrosen des russischen Kriegsschiffs Potemkin zuwinkt. Diese Szene wurde in vielen Filmen, auch Hollywoods, immer wieder zitiert.

Einführung in die Entstehungsgeschichte und in die Filmmusik durch die angehende Musikwissenschaftlerin Anna Chevtchenko.

20:00 Uhr, Aula der Evangelischen Studentengemeinde: Am Breul 43, Münster. Eintritt frei


01. September 2008: Lesung mit dem georgischen Schriftsteller Dato Barbakadse

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Dato Barbakadse aus Tbilissi, Georgien liest Gedichte aus seinem Gedichtband „Das Dreieck der Kraniche“, Pop Verlag Ludwigsburg 2007 in der Übersetzung von Steffi Chotiwari-Jünger.

Der georgische Schriftsteller, Essayist und Übersetzer hat über zwanzig Bücher, darunter acht lyrische Werke, in georgischer Sprache veröffentlicht. 2005 begründete er das Projekt „ Österreichische Lyrik des 20. Jahrhunderts“ in dreißig Bänden. Dato Barbakadse ist in Münster kein Unbekannter. Er hat im Rahmen eines Promotionsstipendiums hier Philosophie, Soziologie und Alte Geschichte studiert und ist Mitglied der Münsteraner Autorengruppe MS-Lyrik.

„Dato Barbakadse ist zweifellos ein bedeutender zeitgenössischer Vertreter der europäischen Poesie, einerseits ganz in der Tradition großer georgischer Dichter, andererseits zukunftsgerichtet, und dies in einer zeitgeschichtlichen Phase der Verwirrung, der neuen Orientierungen in seinem Land und in der Literatur des Landes.“, schreibt Uli Rothfuss über den Autor.

Dato Barbakadse liest im Rahmen der Ausländerwochen in Münster auf Einladung der DRG Münster in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat der Stadt Münster.

20:00 Uhr, Stadtbücherei: Alter Steinweg 11, Münster. Eintritt 5, erm. 3 Euro


2007

20. November 2007: Willkür oder Freiheit. Die Demokratie als historisches Problem Russlands

RUSSLAND VOR DEN WAHLEN

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Prof. Vladimir Kantor, Moskau.

In Russland sind im Dezember Parlamentswahlen, im März wird ein neuer Präsident gewählt. Die Entwicklungstendenzen der letzten Jahre lassen Kritiker zweifeln, ob Russland seinen Weg in die Demokratie fortsetzt oder bei der gelenkten Demokratie bleibt. „Die aktuelle Situation ist gegebener Anlass, in den Spiegel der Geschichte zu schauen“, schreibt Prof. Kantor in seinem neu erschienenen Buch „Willkür oder Freiheit“. Er greift die Probleme auf, die Russlands spezifischen Weg in die Zivilisation charakterisieren: die Haltung Russlands gegenüber dem Westen, die Konfrontation archaischer und zivilisationsbildender Elemente, der eigenwillige russische „Demokratismus“, die Entwicklung der Aufklärungs- und Freiheitsideen, etc…. Kantor versteht sein Buch als eine interne Selbstkritik der europäischen Kultur, die verzichtet auf die Idealisierung des Westens wie des Ostens und dazu beiträgt, dass man in der ganzen europäischen Welt normal existieren kann.

Der Moskauer Philosoph und Kulturwissenschaftler Vladimir Kantor ist u.a. Mitherausgeber der Zeitschrift “Fragen der Philosophie“, seit 2003 Professor an der Hochschule für Ökonomie in Moskau, Autor von 15 wissenschaftlichen und literarischen Büchern und über 300 Aufsätzen.

Den Vortrag hält Prof. Kantor in deutscher Sprache, die Diskussion wird auf Russisch mit Übersetzung geführt.

20:00 Uhr, VHS Raum 208/209: Aegidiiplatz 3, Münster


22. Mai 2007: Transittheater liest Isaak Babel

GESCHICHTEN AUS ODESSA – ICH MUSSTE GEHEN
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Isaak Babel, Jahrgang 1884, wird am 15. Mai 1939 von der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka verhaftet – angeblich soll er für die Japaner spioniert haben. Als of. zielles Todesdatum wird der 17.3.1941 angegeben, und es liegt die Vermutung nahe, dass er im Anschluss an seine Verhaftung hingerichtet wurde. Im Jahre 1954 wurde das Urteil “wegen Fehlens eines kriminellen Tatbestandes” aufgehoben. Diese Rehabilitation ist wohl in erster Linie Babels Werk – Gorki nannte ihn den “Maupassant Russlands” – und seiner Popularität bei einer breiten Leserschaft zu verdanken. Babel war ein gläubiger Jude und träumender Revolutionär; der kulturelle Schmelztiegel “Odessa” prägte seine offene, Ralf_Melzowmenschenfreundliche Einstellung. Aufgewachsen in der Moldawanka, einem jüdischen Viertel in Odessa, lernte er Russisch und Jiddisch – Grundstein für eine Wanderung zwischen zwei Welten: Ost und West, die Sinnenfreudigkeit und russische Schwermut auf der einen und die Intellektualität und Spiritualität der Juden auf der anderen Seite. Mit den “Geschichten aus Odessa” entführt das transittheater den Zuschauer in jene faszinierende Stadt am Schwarzen Meer, in der dieser einzigartige Schriftsteller aufwuchs.Sprecher Ralf Melzow und Ernie Rossmann (Gitarre)begleiten den Autor Isaak Babel durch seine Erinnerungen.

20:00 Uhr, Cafe Weltbühne: Am Breul 43, Münster

25. März 2007: Lesung mit Juri Andruchowytsch

Andruchowytsch liest aus seinem neuen Buch “Moscoviada”

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Inhalt: Otto von F., Literaturstudent aus der Westukraine, lebt in Moskau, dem »fauligen Herzen des halbtoten Imperiums«. Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander, künftige Vertreter der jungen Nationalliteraturen, die Gedichte in mittelalterlichem Jiddisch, ukrainische Verspoeme und usbekische Songstrophen verfassen. Es ist Anfang der neunziger Jahre, die Stimmung gereizt, der Wodka knapp…An einem nassen Maitag zieht er los, um Geschenke in der »Kinderwelt« zu besorgen, dem Kaufhaus direkt neben dem KGB-Gefängnis Lubjanka. Er verirrt sich in Fluren und Treppenhäusern, landet in den Tunneln der Kanalisation und gerät in die Gewalt von Geheimdienstbeamten, die hier unten ein Rattenheer züchten. Was Otto von F. in den Katakomben unter dem Kreml und auf den Gleisen der geheimen Regierungsmetro widerfährt, das erzählt sein Vergil durch die Hölle Moskaus, Juri Andruchowytsch, mit Sarkasmus und groteskem Witz.

Moscoviada, Andruchowytschs erfolgreichstes Buch, ist von überraschender Aktualität. Das neoautoritäre Russland, der eifernde Nationalismus, die Verklärung der kommunistischen Epoche, der chauvinistische Kitsch, der ideologische Druck – all diese Gespenster werden in einem karnevalesken Spektakel unter panischem Gelächter zum Teufel gejagt.

»Andruchowytschs Texte strotzen vor Erfahrung, von Saft und Kraft der Details, von der Gegenständlichkeit und Farbigkeit der Welt.« Karl Schlögel

»Es mangelt nicht an Büchern, die man mit Neugier zu lesen beginnt, aber es gibt nur wenige, die man am Ende mit Bedauern aus der Hand legt. Ich wünsche den deutschen Lesern, daß sie die >Moscoviada< so genießen, wie ich sie genossen habe.« Stanislaw Lem www.suhrkamp.de

20:00 Uhr, Rüstkammer im Rathaus: Prinzipalmarkt 8-9, Münster


28. Februar 2007: Zarenherrschaft. Russische Geschichte als europäischer Sonderweg

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Zur Vorgeschichte der “gelenkten Demokratie” in Russland gehören nicht nur die 74 Jahre kommunistischer Diktatur, sondern über 4 Jahrhunderte Autokratie der Moskauer Großfürsten und Zaren. In einem auf das Herrschaftssystem konzentrierten Überblick soll der Frage nachgegangen werden, wohin die historische Entwicklung Russlands von der des übrigen Europa abwich.

Vortrag von Prof. Dr. Lothar Maier, Abt. Osteuropäische Geschichte der WWU Münster.

20:00 Uhr, VHS Raum 208/209: Aegidiimarkt 3, Münster


2006

25.Oktober: Daniil Charms. Sa-um. Musiliterarische Performance

Daniel Charms, auch als Ch-Charms, Chardame, Dandan sowie unter 40 circa weiteren Pseudonymen bekannt, hieß eigentlich Daniil Juwatschow und wurde 1905 mit großer künstlerischer Begabung geboren. Schon früh begann er zu schreiben, wurde Mitglied des Schriftstellerverbands und Mitbegründer der Gruppe OBERIU, die sich die Provokation, den Kampf gegen den gesunden Menschenverstand und das Mittelmaß auf die Fahnen geschrieben hatte. Der literarische Rowdy Charms schrieb Prosa, Kindergedichte und Kurzgeschichten, aber auch Theaterstücke. Er wurde zweimal wegen „Beteiligung an einer antisowjetischen Vereinigung“ verhaftet und starb 1942 in Haft unter bis heute ungeklärten Umständen.

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Wenn der Theatermann Ralf Melzow für diese Performance dem wahrhaft ungewöhnlichen Menschen Charms seine Stimme leiht und dazu auch noch den „Funker“ Markus Salomo an den Bass und den „Punker“ Dada an die Gitarre stellt, dann kann man erahnen, dass etwas völlig Neues entsteht. „Und Puschkins Geist, den Charms leidenschaftlich verehrte, wird in flüssiger Form auch mit von der Partie sein und soll am Ende über den Leibhaftigen schweben“, kündigt Melzow schmunzelnd an. Na sdorowje!


9. November 2006: Die Psychologie des Schamanismus

Vortrag und Diskussion mit Rosa Nasyk-Dorzhou

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Rosa Nazyk-Dorzhou ist Tuwinerin und lebt in Kyzil, der Hauptstadt von Tuwa. Sie ist praktizierende Schamanin und Buddhistin. Bevor es Anfang der 90-er Jahre wieder möglich wurde als Schamanin zu arbeiten, war Rosa Nazyk-Dorzhou als Mathematiklehrerin an einem Institut tätig. Einige Jahre verbrachte sie als Schamanin unter harten Bedingungen in der Einsamkeit der Taiga.

Im Süden Sibiriens, an der Grenze zur Mongolei und im geographischen Mittelpunkt Asiens, liegt die kleine autonome russische Republik Tuwa. Sibirien gilt als die Wiege des klassischen Schamanismus. Es wird vermutet, dass viele Vorstellungen bereits im paläolitischen Jäger-und Sammlertum entwickelt wurden, weshalb der Schamnismus als eine der frühesten religiösen Erfahrungen der Menschheit gesehen wird. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Verfolgung erlebt der Schamanismus der Tuwiner eine Renaissance. Die Natur ist belebt und die Geister der Natur und der Vorfahren nehmen auf die Welt der Lebenden Einfluss. Der Schamane als Priester und Heiler kann diese Geister rufen, sie beeinflussen und kontrollieren. Rosa Nazyk-Dorzhou wird Sie in diese Welt einführen. Vortrag und Diskussion werden übersetzt von Dr. Maximiliane Müntjes.


28. November 2006:
Pik Kommunizma. Stalinismus und Alpinismus

Samowarabend und Vortrag in der Reihe “Nachwuchswissenschaftler berichten”

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In der Ära Stalin (1928-1953) wurde der Alpinismus von einer ehemals „bourgeoisen“ Sportart vorrevolutionärer russländischer Eliten mit massiver Förderung zu einer „sowjetischen“ Freizeitbeschäftigung um- und ausgebaut. Die an der nichtrussischen Peripherie liegenden Hochgebirge (Pamir, Tien Shan und Kaukasus) wurden auch symbolisch inkorporiert, wenn Berge etwa „Pik Stalin“ oder „Pik Molotow“ benannt wurden. In ihrer Arbeit untersucht Eva Maurer die Gemeinschaft der sowjetischen Bergsteiger aus sozial- und kulturgeschichtlicher Perspektive: Indem sie die Alpinisten, die innerhalb der staatlichen Strukturen über Organe der Selbstverwaltung verfügten, nicht nur als Rezipienten, sondern auch als Akteure im sozialistischen System versteht, und versucht, deren interne Vergemeinschaftungsprozesse ebenso zu untersuchen wie ihre Bemühungen, über staatliche Legitimationskontexte (wie Militär, Wissenschaft, Sport und Freizeit) und über Netzwerke ihre finanzielle wie mediale Position auszubauen. Auch die Wahrnehmung von Natur und Raum durch Alpinisten und ihre medialen Inszenierungen des Alpinismus wird miteinbezogen, um Aufschluss über sich wandelnde Natur- und Körpervorstellungen in der frühen Sowjetunion zu erhalten und zu zeigen, wie Gebirgslandschaften in die Vorstellungswelt des Stalinismus mit einbezogen wurden.

20:00 Uhr, Seminarraum bei M. Müntjes: Warendorfer Str. 78a, Münster. Eintritt frei

 

 

2005


13. Januar 2005 – Staryj Novyj God

Am Donnerstag, den 13. Januar 2005 sind alle Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft herzlich eingeladen, das Neue Jahr nach russischem Brauch zu begrüßen, also eine einmalige Gelegenheit wahrzunehmen, ein zweites Mal in froher, geselliger Runde einander das zu erzählen, was an Erzählenswertem im guten alten Jahr passiert ist, und auf ein ebenso gutes oder besseres Neues Jahr gemeinsam anzustoßen, denn wir Russlandfreunde wissen: Nur wer alleine trinkt und ohne Toast, der säuft. Die Möglichkeiten zu Trinksprüchen wird der Vorstand sicher- und kaltstellen, aber gute Laune und etwas besonders Leckeres zum Buffet obliegt der eigenen Phantasie und Initiative. Damit nach deutschem Brauch” Alles in Ordnung” ist, wüssten wir gerne, ob alle oder etwas weniger kommen, und richten deshalb zur Koordination der Tafelfreuden die Hotline unseres Büros 0251 4921049 und für noch dringendere Fälle die Telefone Wolff 02506 3231 und Chevtchenko 0251 1490 376 bzw. 0179 9258880 ein. Also, unbedingt gleich nach den guten Vorsätzen zum Neuen Jahr vormerken:

Int. Zentrum “Die Brücke” Wilmergasse 2, Haltestelle Landgericht, 20.00 Uhr


26. Februar 2005 – Oleg Mitjaev

Konzert des russischen Liedermachers        mitjaev                                                    Oleg Mitjaew in Begleitung von                                                                         Leonid Margolin

Nach intensivem Bemühen können wir endlich das Ereignis des Monats Februar für alle Freunde des Moskauer Stars des russischen Autorenliedes bekannt geben. Nach vier Jahren kommt der vom Erfolg Verwöhnte, der inzwischen in allen Kontinenten aufgetreten ist, wieder und speziell zu einem Konzert in die Stadt, die seinen Aufstieg von Anfang an mit herzlicher Anerkennung und Zuneigung begleitet hat. Vom ersten kleinen Konzert in einem Restaurant an spürten wir das,  was auch die TAZ schon 1992 ahnte: “Ein Liedermacher für die ganze Welt, dessen Lieder das Herz vor Fernweh und Sehnsucht überlaufen lässt.” Diesen Abend sollte niemand versäumen, denn wie kein zweiter steht Oleg als Poet mit Charisma auf der Bühne und trägt seine Gedicht-Lieder nachdenklich, traurig und auch witzig vor. Seine am ehesten dem französischem Chanson vergleichbaren Texte werden auch durch die stimmige Begleitung des Gitarristen Leonid Margolin und dessen virtuose und einfühlsame Arrangements zu einem musikalischem Genuss. Freuen wir uns gemeinsam mit Oleg und Leonid auf eine Begegnung der besonderen Art in Münster. Da bis auf ein Konzert in Bad Homburg am 27.2, Mitjaew kein Zusatzkonzert in Deutschland geben wird, ist rechtzeitige Reservierung an den Vorverkaufstellen der WN und MZ zu empfehlen. Weitere Infos finden sich auf Mitjaews Homepage www.mityaev.ru

Aula am Aasee, Scharnhorststr. 100, Haltestelle: Platz der Weißen Rose, 20.00 Uhr, Eintritt: 15 EUR, Abendkasse 18 EUR


24. April 2005 

Konzert des Komponisten und Gitarristen Sergej Iljin aus St. Petersburg

In der Konzertreihe “Mauritzer Abendmusiken” findet am 24.04.2005 um 19:30 Uhr das Konzert des Komponisten und Gitarristen Sergej Iljin aus St. Petersburg in der Mauritzkirche statt. Der Eintritt ist frei.Um Spenden wird gebeten. Die DRG hat gerne das Angebot zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Prof. Wolfgang Weigel und der Musikhochschule Münster angenommen. Lassen Sie sich den außer-gewöhnlichen Auftritt des renommierten russischen Musikers nicht entgehen und werben Sie bitte in Ihrem Bekanntenkreis für diesen Petersburger Abend in der lebenswerten Stadt Münster.


24. Mai 2005                                                                      

Carl Siemens – Savva Mamontov.  Zwei Unternehmer in der privatwirtschaftlichen Industrialisierung Russlands  

Samowarabend in der Reihe Nachwuchswissenschaftler berichten                                                   

Am 24. Mai laden wir nach der geglückten Auftaktveranstaltung „Nachwuchswissenschaftler berichten“ mit dem Vortrag von Marcus Rohn, MA, der über die Erforschung und Annexion Ostsibiriens am 16.März referierte, zum 2. Samowarabend ins Institut für Osteuropäische Geschichte, Rothenburg 32, Münster um 20.00 Uhr ein. Wieder soll in entspannter Gesprächsrunde ein Vortrag, und zwar diesmal: „Carl Siemens – Savva Mamontov. Zwei Unternehmer in der privatwirtschaftlichen Industrialisierung Russlands“ zur Diskussion anregen. Diana Püplichhuysen setzt sich in ihrer Magisterabeit u.a. damit auseinander,“ was russisches und deutsches Unternehmertum in Russland in der 2.Hälfte des 19.Jhds. auszeichnete, mit welchen Rahmenbedingungen sich ein Geschäftsmann konfrontiert sah, und ob sich letztlich Parallelen zur heutigen Situation sowie Anregungen für die Zukunft finden lassen.“ Ein Abend für gesellige Teetrinker, die das anregende Gespräch lieben.

24. Mai 2005, Institut für Osteuropäische Geschichte, Rothenburg 32, 20.00 Uhr


15. Juni                                                                                                             Wjatscheslaw Kuprijanow liest im Haus der Niederlande 

Am 15. Juni liest der Moskauer Schriftsteller, Poet und Übersetzer Unknown(Hölderlin,Novalis, Rilke, Brecht) Wjatscheslaw Kuprijanow auf Einladung der DRG im Haus der Niederlande um 20.00 Uhr aus seinem Werk, das in deutscher Übersetzung im ALKYON Verlag teilweise vorliegt. Kuprijanow ist in Münster kein Unbekannter .Er war 1987 Teilnehmer am Lyrikertreffen, 1997 Stipendiat im Künstlerdorf Schöppingen.2003- 2004 Teilnahme am Projekt Vater Rhein-Mutter Wolga der dt-russ. Kulturbegegnungen. Sein Gedichtband „ Wie man eine Giraffe wird“ stand auf Platz 1 der SWF-Bestenliste. Die Kurzprosa des Satirikers führt in eine Welt wunderbarer Vorfälle und skurriler Verhaltensweisen. „Scheinbar hinters Licht geführt, fühlen wir, dass uns die Sonne einer heiteren Weisheit zu wärmen beginnt“.

15.Juni, MS Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6, 20.00 Uhr, Eintritt 5 erm. 3 Euro.

 


25. Juni  –  Sommerfest

Nach unvergessenen Sommerfesten der Superlative im Hause unseres ersten 1.Vorsitzenden Prof. D. Glowka oder im Garten unter der schwarzschattenden Kastanie des Bauern Leiermann in Wolbeck gab es Festtermine, die man gerne vergessen möchte, weil die Mitglieder wegblieben. Auf dem programmatischen Acker und Feld des Neuen Gemeinschafts-und Vereinsgefühls wagt sich das Pflänzlein eines Sommerfestes ins Offene.

Bevor der Sommer sehr groß wird, und sich die Mitglieder ins Weite und Ferne verlieren, wollen wir uns noch einmal möglichst nahe kommen. Im Haus mit dem kleinen Garten von Karl und Gudrun Wolff, Von-Holte-Str.87 b,48167 Münster-Wolbeck scheint das Risiko geringer zu sein, dass wir uns am Samstag, dem 25.Juni von 15-19.00 Uhr aus den Augen verlieren werden. Für Getränke wird gesorgt, das Leckere liegt in Ihren/ Euren bewährten Händen! Top oder Flop? Post festum wissen wir ´s.

25. Juni, Garten von Karl und Gudrun Wolff, Von-Holte-Str.87 b,48167 Münster-Wolbeck, 15-19.00 Uhr


4. August 2005 –    Trio Kaleidoskop

Konzert mit dem Trio Kaleidoskop aus Minsk. Die hochrangigen Musiker verzaubern das Publikum mit einem harmonischen Programm (Tschaikowsky, Chopin, Grieg u.a.). Das Trio setzt sich zusammen aus dem Konzertgitarristen Wassili Setschko, der Pianistin Olga Ustfimawa und dem Tenor Alexander Kulmakov. Freuen Sie sich auf diesen Abend.

Donnerstag, 4. August in der DKV-Residenz am Tibusplatz, Gesellschaftsraum.


18. Oktober 2005 –

Kopelew/Böll – Warum haben wir aufeinander geschossen?

60 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges erinnert die Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russsischen Beziehungen Münster/ Münsterland e.V in Zusammenarbeit mit dem Transittheater Münster an „ die Vergangenheit, die nie vergeht“. Nicht mehr lange wird es Gelegenheit geben, den Alten zuzuhören, um daraus zwischen Erinnerung und Geschichte für sich selbst zu lernen, dass das friedliche Miteinander der Menschen, Völker und Staaten nicht nur Aufgabe, Verpflichtung für die politischen Eliten, sondern erste Bürgerpflicht in der Zivilgesellschaft ist. Die gegenwärtige europäische Friedensordnung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde im Geist des Dialogs und der Toleranz mit friedlichen Mitteln erkämpft und erstritten. Der ehemalige Obergefreite Heinrich Böll und auf der anderen Seite der ehemalige Major für Propaganda Lew Kopelew stehen exemplarisch für Versöhnung und Überwindung des Kalten Krieges. Klaus Bednarz, der damalige Korrespondent der ARD, befragte im August 1979 die beiden Freunde in Moskau. Das Gespräch mit dem Titel „ Warum haben wir aufeinander geschossen?“ wurde am1. September 1979 im Fernsehprogramm des WDR gesendet. Aus ihrer Betroffenheit als Kriegsteilnehmer fragen Böll und Kopelew nach den Gründen des Krieges, beschreiben das Vorstellungsbild ihrer Völker vom jeweils anderen Land, und sie fragen weiter:“ Was muss getan werden, damit wir nicht wieder aufeinander schießen?“ Böll sagt: „ Ich glaube an die Wirkung des Wortes.“ Und Kopelew träumt von einem Buchprojekt: „ Das Russlandbild in der deutschen Literatur.“ Wir sind Zeugen und Nutznießer der Früchte ihres Engagements, wir wissen, wie die Geschichte nach 1979 weiterging. Ralf Melzow vom Transitheater und Karl Wolff, Lyriker aus Münster und Vorsitzender der DRG, geben den Protagonisten des Dialogs ihre Stimme. Ort und Zeit sind symbolträchtig gewählt, findet dieser gelesene Dialog doch im Historischen Rathaus nach dem Tag der deutschen Einheit im Oktober statt.
18.10.2005, Rüstkammer im historischen Rathaus, 20:00 Uhr, Eintritt 5 Euro

30. November-  Die politische Situation in Russland und in RjasanVortrag und Diskussion mit                                     DSC00924                                                  Prof. Dr. Wladimir Avdonin, Leiter des                                                                    Instituts für europäische Politik und                                                                             Recht der Universität Rjasan.

Am 23. November hat die russische Staatsduma in erster Lesung mit großer Mehrheit die Arbeit und die Existenz vieler Nichtregierungsorganisationen , sowie die Arbeit ausländischer Stiftungen und Geberorganisationen erheblich erschweren wird. Außerdem: Jeder vierte Angehörige der Regierung, des Parlaments und der regionalen Machthaber stammt inzwischen aus dem Militär – so lautet die jüngste Analyse der russischen Soziologin Olga Kryschtanowskaja. Welche Ursachen und Folgen hat diese Präferenz Putins für das Militär und sein Misstrauen gegen zivilgesellschaftliches Engagement? Wie wirkt sich die so genannte „Vertikalisierung“ der Macht auf die russische Gesellschaft aus ? In welcher Weise treffen diese Entwicklungen auch die Regionen und hier konkret die Region Rjasan?

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Ausländischen Studierenden Vertretung.

19.00 Uhr,Cafe Couleur, Die Brücke, Wilmergasse 2