Archiv 1988-2005


Austauschprojekte und Bürgerreisen

VERANSTALTUNGEN und PROJEKTE  bis 2005       1. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft                             


1988

  • Die Perestrojka. Botschafter Iwanow, Botschaft der UDSSR, Bonn, Vortrag und Diskussion.

1989

  • Das sowjetische Bildungswesen. Prof. Mogomedbekov, Moskau, Vortrag und Diskussion.
  • Diavortrag über Rjasan. Anna Schrepffer, Münster.

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  • 1000 Jahre orthodoxe Kirche. Herr Mattonet, Münster, Vortrag und Diskussion.
  • Die sowjetische Außenpolitik der Perestrojka. Prof. Romanov, Hochschule für Diplomatie, Moskau. Vortrag und Diskussion.
  • Die orthodoxe Kirche in der Sowjetunion. Neuere Entwicklungen seit der Perestrojka. Nikolaus Ton, Dortmund. Vortrag und Diskussion.

1990

  • Wirtschaftliche Probleme und Perspektiven der Perestroika, Botschaftsrat Isatschenko, Botschaft der UDSSR, Bonn, Vortrag und Diskussion.
  • Ein Imperium im Verfall. Nationalitätenkonflikte in der Sowjetunion: Völker ohne Territorien – nationale Minderheiten in der russischen Föderation. Prof. Igor Krupnik, Institut für Ethnographie der Akademie der Wissenschaften der UDSSR, Moskau, Vortrag und Diskussion.

1991

  • Münsters Partnerstadt Rjasan. Student*innen berichten aus dem Alltag Rjasans.
  • Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Wirtschaftsreformen in der Sowjetunion, Valerij Seljunin, Mitglied des Wirtschaftsberaterkreises des sowjetischen Präsidenten Gorbatschow. Vortrag und Diskussion.
  • Informations- und Diskussionsabend zur Lage in Rjasan nach dem Putsch im August 1991 mit Berichten von Augenzeugen.

1992

  • Eine Militärmacht am Ende? Was wird aus den Armeen der GUS? Vortrag von Peer H. Lange.
  • I. Münsteraner Symposium. RUSSLAND. WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IM UMBRUCH. Die ökonomische Entwicklung im Konzept der Regierung. Die Probleme der Umsetzung in der kommunalen Praxis. Perspektiven.  Programm zum Download

1993

  • Die Zukunft russischer Atomkraftwerke: Energiepolitisches Konzept der Russischen Föderation nach Tschernobyl. M. Seiler, ökologisches Institut Darmstadt. Eine Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.
  • Die Verbrechen der stalinistischen und nachstalinistischen Zeit.                                                picture-21756Ein Bericht über die Studien der Geheimarchive der KPdSU und des KGB durch die  Organisation Memorial. Nikita Petrov, Moskau.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit amnesty international im Rahmen des Projektes Menschenrechte, das von ai anlässlich des Stadtjubiläums durchgeführt wurde.

  • Die orthodoxe Kirche im gesellschaftlichen Wandel Russlands. Pater Knechten, Spezialist für Ostkirchen. Eine Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.
  • Russland an der Grenze zur Mongolei. Ein Diavortrag über die autonome Republik Tuwa. Dr. Maximiliane Müntjes, Münster. Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.

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  • Rechtsextremismus in Russland und Deutschland – eine unheilige Allianz. Gerd Koenen, freier Publizist, Frankfurt. Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.

1994

  • Frauen in Russland – ihr Selbstverständnis ihre Rollen, ihre Sehnsüchte. Anna Köberling, Universität Tübingen. Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.
  • Russlands Weg in die Marktwirtschaft. Seminar, 6 UStd, Dr. Hermann Hagemann. Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.
  • Die Krim und die Krimtataren. Diavortrag von Christian Friedrich Haas.  Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.
  • Wer hat die Macht in Russland. Chancen der russischen Demokratie. Jury Levikin, Vizepräsident der zum Reformblock Jawlenskys, Jabloko, gehörenden Lokalpartei Moskaus, Moskau
  • II. Münsteraner Symposium: Ein Festival von, über und mit FRAUEN IN RUSSLAND. Das Festival informierte über die Rolle der russischen Frau im Beruf, in der Ehe und als Mutter, über Probleme des Alltags, über Bewusstsein und Einstellungen zu Liebe, Erotik und Sexualität, über alte und neue Frauenorganisationen. Vorträge, Fernsehreportagen, Spielfilme, eine Dichterlesung sowie Musikperformance und eine Ausstellung vermittelten ein lebendiges Bild der Probleme und der Kultur russischer Frauen. Fast alle Vorträge, überwiegend in russischer Sprache wurden in einem Reader veröffentlicht. Programm zum Download

1995

  • Krieg in Tschetschenien. Kurzreferate zu Geschichte und Verfassungsgeschichte des tschetschenischen Volkes (Prof. Dr. Lothar Meyer, Universität Münster, zu Berichterstattung in den russischen Medien und zur Stimmungslage in der russischen Bevölkerung (Ina Ruck, ARD-Auslandskorrespondentin, Studio Moskau) und zur Reaktion der deutschen politischen Vertreter  (Winni Nachtwei, MdP Bündnis 90/Die Grünen). Anschießend Podiumsdiskussion.
  • Menschen im GULAG Fotoausstellung von und mit dem berühmten Fotografen Sergej Wasiljew, Tscheljabinsk, begleitet von einer Vortragsreihe. In Kooperation mit der VHS und amnesty international.

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  • Die gezeichneten Körper: Über Tätowierungen in russischen Straflagern. Dorothea Schuler, Framkfurt
  • Die Situation von Häftlingen in Straflagern. Boris Mitjaschin, St. Petersburg
  • Aktuelle Menschenrechtssituation in Russland. Nikita Petrow, Memorial Moskau, Peter Wittschorek, amnesty international, Koordinierungsgruppe Russland
  • Usbekistan im alten Teufelskreis: Die heutige ökologische und soziale Situation. Vortrag mit Lichtbildern, Petra Becker und Dag Enke. Veranstaltung der Reihe Russland im Wandel in Zusammenarbeit mit der VHS Münster.

1996

  • Die Folgen der Tschernobylkatastrophe – 10 Jahre danach. Mitwirkung bei der Gedenkveranstaltung im Rathausfestsaal und bei der Betreuung der Delegation aus Weissrussland.
  • Archäologie im Land der Skythen – Kulturmerkmale eines antiken Reitervolkes. Diavortrag mit Jochen Fournasier, Doktorand der Archäologie.
  • Russland zwischen den Wahlen. Vortag von Wladimir Petschnow, Politologe am Institut für USA und Kanada, Moskau. In Zusammenarbeit mit der VHS.
  • Ikonen – Wesen und Malweise. Diavortrag von Prof. Dr. Birkfellner. In Zusammenarbeit mit der VHS Münster
  • Russland und der Westen in der russischen Philosophie. Vortag von Prof. Dr. Goerth, VHS Münster

1997

  • Nischnij Nowgorod. Porträt einer Stadt. Diavortrag von Lew Silver, Nischnij Nowgorod
  • Jugendkultur in Russland. Workshop mit russischen und deutschen Jugendlichen und Filmen von Sonja Mikich. In Zusammenarbeit mit der VHS
  • Rentiere gegen Traktoren. Eine Flussfahrt auf der Lena. Diavortrag von Wolfgang Mölken. In Zusammenarbeit mit der VHS Münster
  • Weißrussland: Diktatur im Herzen Europas. Podiumsdiskussion mit Dr. Heinz Timmermann (Bundesinstitut für internationale und osteuropäische Studien), Dr. Gabriele Kötschau (MdL Schleswig Holstein, stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher West-Ost Gesellschaften), Irina Gruschewaja (Verein Den Kindern von Tschernobyl, Belarus)

1998

  • Russland und Europa. Historisch-politischer Vortrag mit Prof. Jurij Afanasjew, Historiker, im Beraterkreis des russischen Präsidenten und Abgeordneter des 1. Parlaments unter Gorbatschow, Direktor der Russischen Staatlichen Humanistischen Universität Moskau.
  • Mitarbeit beim Projekt Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht. Begegnungen mit Zeitzeugen. Veranstalter: IBB Dortmund, Informationsstelle Tschernobyl, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises
  • III. Münsteraner Symposium anlässlich der 350-Jahrfeier des Westfälischen Friedens: Russland und Europa: Europäische Friedensordnung im 21. Jahrhundert. Programm zum Download

1999

  • Eine Wolgafahrt. Von Moskau nach Astrachan. Diavortrag von Annemarie Gerber

  • Weltpolitik ohne Russland. Die Rolle Russlands im Kosowo-Krieg. Vortrag von Prof. Dr. Klaus Segbers, Politologe am Osteuropa Institut der Freien Universität Berlin
  • Auf den Spuren Dostojewskis in Deutschland. Diavortrag von Dr. Karla Hilscher, Dozentin für russische Literatur und Publizistin, Ruhruniversität Bochum
  • Südrussland im Spiegel der Archäologie. Diavortrag von Dr. Jochen Fournasier, Universität Münster

2000

  • Der russische Film der Postperestrojka. Vortrag mit Filmbeispielen von Sabine Hensgen, Osteuropa-Institut der Universität Bremen.
  • Vom “Dritten Rom” zum “Griechischen Projekt”. Russisch-Griechische Orientpolitik der Zaren im 17. und 18. Jahrhundert. Vortrag von Dr. Eckehard Kraft, Universität Heidelberg. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der deutsch-griechischen Gesellschaft Münster
  • Der Tschetschenienkrieg: Interessen, Minderheiten- und Menschenrechte. Podiumsdiskussion mit Oleg Petrowitsch Orlow (Menschenrechtsorganisation Memorial Moskau), Claudia Wagner, MA (Universität Mannheim), Winfried Nachtwei (MdB Bündnis 90/Die Grünen)


2001

  • Tschetschenien 2000:  “Lasst uns lernen, wieder zu leben”. Dokumentarfilm von Ina Ruck /langjährige ARD-Korrespondentin in Moskau) über das Schicksal einer Schule im zerstörten Groznyj und Diskussion über Tschetschenien im Jahr 2000 mit Ina Ruck.

Mitten durch die Trümmer von Grosny fährt ein Klavier. Sie haben es       auf einen Wagen geladen und fahren es zurück in ihre Schule – die Kinder aus Grosny, die zurückgekehrt sind aus den Flüchtlingslagern und endlich wieder lernen wollen. Die Schule Nummer 39 ist die erste Schule in Grosny, an der wieder unterrichtet wird.                                                  Avalu Ajdamirow, den Direktor und Deutschlehrer, hatten ARD-Korrespondentin Ina Ruck bereits im Herbst in einem der Flüchtlingslager von Inguschetien kennengelernt. Mit seiner Familie war er vor den Luftangriffen geflohen – damals ahnte die Familie noch nicht, dass sie mehr als ein halbes Jahr nicht nach Hause zurückkehren würde. Avalus grösste Sorge war die um die Kinder seiner Schule – hatten alle die Flucht geschafft, würden alle den Krieg überleben? Mehrfach besuchten Ina Ruck und ihre Kollegen die Ajdamirows im Lager, und Woche für Woche schrieb Avalu Briefe aus dem Krieg ins Moskauer ARD-Studio. Jeder dieser Briefe endete mit dem Satz: Ich hoffe darauf, dass bald Frieden ist. Dann werden wir unsere Schule wieder eröffnen, und dann lade ich Sie ein, uns in unserem Haus in Grosny zu besuchen.                                  Noch immer herrscht kein Frieden in Tschetschenien, das Haus der Ajdamirows ist zerstört – aber die Schule arbeitet wieder. Noch einmal reiste das ARD-Team ins Krisengebiet – diesmal direkt nach Grosny. Keine ungefährliche Reise, denn dort wird bis heute geschossen, Hass und Gewalt sind allgegenwärtig.Dennoch – es gibt kleine Inseln der Hoffnung in dieser verwüsteten Stadt. Eine davon ist die Schule Nummer 39. Fast 400 Kinder aus der ganzen Stadt kommen wieder in den Unterricht. Trümmerkinder. Manche waren monatelang in Flüchtlingslagern und sind erst jetzt zurückgekehrt, andere haben den ganzen Krieg in den Kellern der Stadt ausgeharrt. Und einige von ihnen haben ihre Eltern oder Geschwister im Krieg sterben sehen.

Für diese Kinder hat Avalu Ajdamirow jetzt seine Schule wieder eröffnet – obwohl noch lange nicht Frieden ist in Grosny. Sie sollen den Krieg so schnell wie möglich vergessen, sagt er. Sie sollen lernen, wieder zu leben.                                                                                                       Hörsaal H4, Hindenburgplatz, Münster, 19.30 Uhr


  • Abrüstung in Russland – mehr als gute Vorsätze? Vortrag und Diskussion mit Winfried Nachtwei (MdB Bündnis 90/ Die Grünen und Mitglied des Untersuchungsausschusses Abrüstung  des Bundestags) und Dr. Goetz Neuneck (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg)

  • Frauen in Rjasan – Ein Beratung-und Informationszentrum für Frauen in Krisensituationen. Ein Bericht von Natalia Lapizkaja und Galina Romanowa über das Rjasaner Gender Zentrum

  • “Frauen an die Macht – Ein Programm zur Demokratisierung der russischen Gesellschaft”. Vortrag von Olga Lipowskaja, Gender Zentrum St. Petersburg


2002

  • Frauen in Russland. Eine soziologische Perspektive. Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Rita Dittrich (Münster/Rostow am Don)
  • Exklave Kaliningrad. Politische und wirtschaftliche Perspektiven. Vortrag und Diskussion  von und mit Dr. Heike Dörrenbächer, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin.


2003

  • Sowjetische Zwangsarbeiter im nationalsozialistischen Herrschaftssystem. Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Mark Spoerer (Universität Hohenheim)


2004

  • Das neue Russland. Eine abenteuerliche Erlebnisreise von der Westgrenze bis zum Japanischen Meer. Eine Audiovision-und Diashow des Russlandforschers Konstantin Abert, Universität Mainz

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  • Brennpunkt Kaukasien. Georgien, Armenien und Aserbaidschan zwischen inneren Konflikten und Großmachtambitionen. Im Mittelpunkt des Vortrages werden die drei südkaukasischen Republiken mit ihren inneren Problemen stehen, die von Bürgerkriegen bis zu Demokratiedefiziten reichen. Zugleich gehört die Region zu den Interessensphären von internationalen Erdölkonsortien und ist Kontaktzone zwischen der Russländischen Föderation und der NATO. Welche Auswirkungen die durch die russische Regierung eingeleitete Terrorbekämpfung durch eine neue Kaukasienpolitik auf diese Staaten haben kann, wird zu besprechen sein. Die Referentin, Dr. Eva-Maria Auch, ist Orientalistik- und Islamwissenschaftlerin und Osteuropahistorikerin.

  • Das System Putin. Vortag und Diskussion mit dem Osteuropahistoriker Prof. Dr. Hans Henning Schroeder (Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen)


 2005

  • Samowarabend, Nachwuchswissenschaftler berichten. Ein Abend für gesellige Teetrinker, die das anregende Gespräch lieben. Vortrag von Marcus Rohn, MA, der über die Erforschung und Annexion OstsibiriensIn Zusammenarbeit mit dem Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Münster.

  • Samowarabend. Thema: Carl Siemens – Savva Mamontov. Zwei Unternehmer in der privatwirtschaftlichen Industrialisierung Russlands . Diana Püplichhuysen setzt sich in ihrer Magisterabeit u.a. damit auseinander,“ was russisches und deutsches Unternehmertum in Russland in der 2.Hälfte des 19.Jhds. auszeichnete, mit welchen Rahmenbedingungen sich ein Geschäftsmann konfrontiert sah, und ob sich letztlich Parallelen zur heutigen Situation sowie Anregungen für die Zukunft finden lassen.“ In Zusammenarbeit mit dem Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Münster.

  • Samowarabend. “Die Russische Idee”. Russlands Suche nach Identität und sein Verhältnis zu Europa. Referent: Stefan Evers. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Münster

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2. Kulturelle Veranstaltungen und Projekte

KONZERTE

Russische Interpreten klassischer Musik ebenso wie die beliebten Großchöre kommen schon seit langen Jahren über professionelle Agenturen nach Deutschland.Kleinere Gruppen aus Provinzstädten wie Rjasan hatten es dagegen schwerer, auch wenn sie professionell und auf hohem Niveau spielten. Vom Niedergang der alten Strukturen waren viele hervorragende Gruppen besonders stark betroffen. Mit der Einladung solcher Gruppen wie PARAFRAS (Klassik und Folklore) und USOROTSCHE (Volkstanzgruppe) aus unserer Partnerstadt Rjasan hat die DRG durch das Engagement einzelner Mitglieder nicht nr den Münsteranern großen musikalischen genug bereitet, sondern auch die künstlerische Existenz dieser Ensembles in schwierigen Zeiten unterstützt.

Von Anfang an war es ein Ziel der gesellschaft, gerade die im Westen weniger bekannten Seiten russischer Kultur, die Gegen- und Subkultur zu zeigen. Kaum jemand kennt hier die ausgeprägte Tradition des russischen Autorenliedes, kaum jemand weiß, dass es in der Sowjetunion einen äußerst kreativen, eigenständigen und vitalen “Rock-Underground” gab, der mit der Perestroika aus den Kellern und Wohnungen auf die Bühnen drängte. Mit dem Liedermacher-Duo Oleg MITJAEW/ Konstantin TARASOW (Moskau), der Folk-Rock-Gruppe  JAT (Moskau), den Rockgruppen MONGOL SCHUDAN (Moskau), SKORAJA POMOSCHTSCH (Petersburg), mit der Frauenband KOLIBRI (Petersburg), den Rock- und Skibands TEQUILA JAZZ und MARKSCHEIDER KUNST (Petersburg) und vor allem mit der Legende des russischen Rock, der Petersburger Kultband AQUARIUM haben wir unvergessliche Spots auf diese Szene gerichtet. Damit sich die Anreise lohnt, waren die Einladungen nach Münster immer verbunden mit der Organisation weiterer Konzerte im näheren oder bundesweiten Umfeld. Die Teams der DRG haben bis zu 30 Konzerten in der Bundesrepublik organisiert. Wo Textvermittlung notwendig war, wurden Programmhefte mit übersetzten Texten erstellt.

1988

  • Dixieland aus dem Ural (Tscheljabinsk)

1990

  • Parafras, Klassik und Folklore (Rjasan)
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov, Liedermacher aus Moskau

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Mongol Chudan, Folk-Punk-Gruppe (Moskau)


1991

  • Jat, Folk-Rock (Moskau), Deutschlandtournee
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov, Liedermacher, Deutschlandtournee
  • Mongol Schudan , Rockband aus Moskau
  • Parafras

1992

  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov (Deutschland-Tournee)
  • Parafras

1993

  • Usorotsche, Volkstanzgruppe (Rjasan)
  • Skoraja Pomoschtsch (First Aid), Hard&Heavy, St. Petersburg (Frühjahrs-und Herbsttournee durch Westfalen und Süddeutschland)
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov (Deutschland-Tournee)
  •  Parafras (Tournee durch Westfalen)

1994

  • Kolibri, Frauenband, Musik und Performance (Petersburg)
  • Parafras (Tournee durch Westfalen)
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov (Deutschland-Tournee)

1995

  • Kolibri  
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov (Deutschland-Tournee)                                                                                                                     

1996

  • Poesie und Musik, Marina Mitjaeva und Nikolaj Jakimov  singen Gedichte von Marina Zwetajewa, Osip Mandelshtam, Nikolaj Gumiljow, Josif Brodskij und anderen russischen Poeten des 20. Jahrhunderts.
  • Aquarium &  Boris Grebenschikow, Konzert mit der legendären russischen Rockgruppe aus Sankt Petersburg in Münster in der Jovel Music, in Ahlen und in Hamburg
  • Raduga, Klassik und Folklore, Belorus
  • Oleg Mitjaev und Konstantin Tarasov (Deutschland-Tournee)

1997

  • Kolibri
  • Klassik und Folklore mit Alexander Karzer (Klavier) und Sergej Regel (Balalajka)
  • Pawel-Smirnov-Orchester, Klassik, Rock, Jazz und russische Folklore, Petersburg

1999

  • Aquarium &  Boris Grebenschikow, Rock- und Weltmusik                               Jovel Music Hall,  Münster

2000

  • Oleg Mitjaev in Begleitung von Leonid Margolin, Moskau

2001

  • Benefizkonzert mit Oleg Mitjaev in Begleitung von Leonid Margolin
  • Pavel Gaida, russischer Liedermacher aus Berlin. Konzert in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat im Rahmen der interkulturelle Wochen
  • Trio Kaleidoskop, Folklore und europäische Klassik, Minsk

2002

  • Trio Kaleidoskop, Folklore und europäische Klassik, Minsk
  • Pavel Gaida,  Konzert in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat im Rahmen der interkulturelle Wochen

2003

  • Konzert “Soljanka”. Auftaktveranstaltung der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003-2004. Kulturen im Dialog in Münster. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik in Münster.
  • Trio Kaleidoskop, Klassik und russische Romanzen
  • Petersburger Nacht. Russisches Rockfestival mit “Aquarium”, “Tequila Jazzz” und “Markscheider Kunst”. Anschließend Disco mit DJ Jelkaschu aus Moskau. Abschlussfestival der Kulturkarawane Ost-West. Rock- und Jugendkultur aus Russland im Rahmen der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003-2004.

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2004

  • Markscheider Kunst, Ska aus Sankt Petersburg

2005

  • Konzert des russischen Liedermachers Oleg Mitjaev in Begleitung von Leonid Margolin            
  • Konzert des Komponisten und Gitarristen Sergej Iljin, St. Petersburg. In Zusammenarbeit mit Prof.  Wolfgang Weigel und der Musikhochschule Münster
  • Trio Kaleidoskop, Konzertgitarrist Wassili Setschko, Pianistin Olga Ustfimawa, Tenor Alexander Kulmakov. Auf dem Programm: Tschaikowsky, Chopin, Grieg u.a.


Lesungen, Szenische Lesungen, Theater

1988

  • Viktoria Tokarewa, Moskau. Und raus bist du.  Erzählungen, russisch und deutsch

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1989

  • Wjatscheslav Kuprijanov, Moskau. Wie man eine Giraffe wird u.a., Gedichte russisch und deutsch. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturverein Münster.

1990

  • Meine Lieben, meine Guten, nach Werken von Sergej Jesenin, Briefen wie Dokumenten von Alexander Blok, Maxim Gorkij, Anatolij Lunatscharskij, Wsewolod Meerholz und Boris Pasternak. Gastspiel des Moskauer Künstlertheaters in Zusammenarbeit mit den Städtischen Bühnen Münster.

1991

  • Tschingis Aitmatov, Kirgisien/Moskau, Dschamilija, russisch und deutsch. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturverein Münster.

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1992

  • Dmitrij Prigow, Poet und Performance-Künstler der russischen Postavantgarde, Moskau. Der Milliozonär, Alphabete u.a., russisch und deutsch. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Slawisch-Baltischen Seminar der Universität Münster

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  • Igor Cholin, Genrich Sapgir, Wsewolod Nekrasow, experimentelle Poesie, Kultdichter des sowjetischen Underground der 50er und 60er Jahre aus Moskau. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturverein Münster.

1993

  • Dmitrij Prigow, Die Braut Hitlers u.a. Texte

1994

  • Lev Rubinstein, postavantgardistischer Poet und Performancekünstler aus Moskau. Kartotheken. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Münster.

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  • Ljudmila Petruschevskaja, Moskau. Erzählungen aus Unsterbliche Liebe. Veranstaltung im Rahmen des Symposiums Frauen in Russland.

1996

  • Viktor Jerofejew, Moskau, liest aus seinem Roman Die Moskauer Schönheit
  • Dmitrj Prigow, Alphabete u.a. Texte

1997

  • Viktor Jerofejew liest aus seinem Roman Das jüngste Gericht (1996)
  • Wladimir Sorokin, Moskau, liest aus seinem Das Konzert

1999

  • Puschkin. Der Dichter der Freiheit. Vortrag von Prof. Wladimir Kantor,  Professor für Philosophie an der Hochschule für Ökonomie, Moskau.

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  • Zweisprachige Szenische Lesung PUSCHKIN, zum zweihundertjährigen Geburtstag des Dichters. Transit Theater, Collage, zusammengestellt von Karl Wolff
  • Liebe eines lächerlichen Menschen, Monospektakel nach Dostojewskis Traum eines lächerlichen Menschen mit dem Regisseur und Schauspieler Andrej Bubaschkin, Minsk
  • Jelena Schwarz, St. Petersburg, liest aus ihrem Gedichtband Das Blumentier.

2000

  • Kein Lied nach meinem mehr vom Dorf zu singen. Zweisprachige szenische Lesung aus dem Werk Jesenins mit Liedern zur Gitarre:  Karl Wolff (Szenische Collage) und Alexander Franzkievich (Gesang, Gitarre).

2001

  • Karl Wolff liest seine Gedichte aus Ex Oriente Luxus zum Thema Russland. Lieder zur Gitarre von und mit Alexander Franskievich.
  • Ljudmila Ulizkaja, Moskau, liest aus ihrem neuesten Roman Reise in den siebenten Himmel.

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2002

  • Nadezhda Grigorjewa, Petersburg. Performance-Lesung Aus dem Schleier.  Grigorjewa liest aus ihrer Erzählung “ROT”. Den deutschen Text trägt der  Schauspieler und Regisseur Ralf Melzow vor. Eine Veranstaltung in der Reihe  Frauen in Russland.

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  • Marina Palei, Petersburg, liest aus ihrem neuen Roman Rückwärtsgang der Sonne. Eine Veranstaltung in der Reihe Frauen in Russland.    250px-Marinapalei

 

 

 

  • Sergej Birjukov, Zwischen Laut und Bild. Eine Sprach-Dia-Show und Lesung mit Bildern verschiedener russischer Künstler und Gedichten von Chlebnikov, Majakovskij Burljuk und Birjukov. Veranstaltung mit dem Sklavisch-Baltischen Seminar der Universität Münster.

2003

  • Karl Wolff liest aus seinem Gedichtband Ex Orient luxus. Infinitives aus Russland, begleitet von Nadja Kossinskaja auf der Gitarre.
  • Programm der gemeinsamen Erlebnisse. Ein Autorenabend mit Lew Rubinstein. Anlässlich der deutschsprachigen Ausgabe seines Werkes im Lang-Verlag Münster liest der Moskauer Schriftsteller gemeinsam mit dem Publikum aus seiner Kartothek. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Münsteraner Verleger Helmut Lang, dem Literaturverein Münster und dem Slawisch-Baltischen Seminar der Universität Münster.

2004
  • Sprechende Briefe – “Seitdem ich Deutscher wurde, nämlich Dein Mann….” Anton Tschechow – Olga Knipper – Ein Briefwechsel. Transittheater Münster: Ralf Melzow und Claudia van Oeffelen.  Collage der Briefe:  Karl Wolff, Musikalische Gestaltung: Ernie Rissmann (Gitarre)

2005

  • Wjatscheslaw Kuprijanow, Moskauer Poet, Schriftsteller, Übersetzer, liest  aus seinem Werk, das in deutscher Übersetzung im ALKYON Verlag vorliegt.
  • Warum haben wir aufeinander geschossen? Dialog zwischen Lew Kopelew und Heinrich Böll.  Der ehemalige Obergefreite Heinrich Böll und auf der anderen Seite der ehemalige Major für Propaganda Lew Kopelew stehen exemplarisch für Versöhnung und Überwindung des Kalten Krieges. Klaus Bednarz, der damalige Korrespondent der ARD, befragte im August 1979 die beiden Freunde in Moskau. Das Gespräch mit dem Titel „ Warum haben wir aufeinander geschossen?“ wurde am1. September 1979 im Fernsehprogramm des WDR gesendet. Ralf Melzow vom Transitheater und Karl Wolff, Lyriker aus Münster und Vorsitzender der DRG, geben den Protagonisten des Dialogs ihre Stimme. Ort und Zeit sind symbolträchtig gewählt, findet dieser gelesene Dialog doch im Historischen Rathaus nach dem Tag der deutschen Einheit im Oktober statt.


AUSSTELLUNGEN – KUNSTPROJEKTE

1990

  • Mitwirkung an der Fotoausstellung “Münsters Partnerstädte”

1991

  • Leningrader Künstler sehen Münster

Fünf Künstler*innen unterschiedlicher Generationen aus – damals noch – Leningrad lebten und arbeiteten einen Monat in Münster:  Jurij Petrotschenkov, Andrej Gennadiev, Marta Wolkowa, Wjatscheslav Schevelenko, Babi Badalov. Die international bekannten Künstler*innen, die in New-York, Paris und London ausstellen und deren Werke von großen Museen und Galerien gekauft werden, stellten die Produkte ihrer Arbeit in Münster am Ende in der Galerie Steinalter & Schnake aus. Ein interkulturelle Projekt, das weitere Projekte nach sich zog: Eine weitere Ausstellung in Geschirr und Ausstellungen des Münsteraner Künstlers in Moskau und Petersburg.


1993

  • Teilnahme an der Ausstellung der Partnerstädte Münsters im Rahmen des Stadtjubiläums.
  • Krakauer Briefe, Ausstellung des Münsteraner Künstlers Georg Janßen in Troizk, Bezirk Moskau, Projekt Kulturaustausch.

 

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1994

  • Krakauer und Moskauer Briefe, Ausstellung des Münsteraner Künstlers Georg Janßen in Sankt Petersburg,Staatliche Vera-Muchina-Akademie für Kunst und Design (heute wieder: Sankt Petersburg Stieglitz State Academy of Art and Design . Projekt Kulturaustausch.

 

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  • Marta Wolkowa und Larisa Rasun-Swesdotschotowa: Skulpturen, Bilder, Installationen. Die Ausstellung der beiden russischen Künstlerinnen  in der Galerie Artconsult Steinalter fand im Rahmen des Symposiums Frauen in Russland statt.

1995

  • Briefe aus dem Osten. Ausstellung der Arbeiten des Münsteraner Künstlers Georg Janßen, die im Rahmen des Projektes Kulturaustausch in Moskau und Petersburg entstanden. Franz-Hitze- Haus.
  • Menschen im GULag. Fotoausstellung mit Bildern aus den sowjetischen Straflagern von Sergey Vasiljev, Tscheljabinsk. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit amnesty international und der VHS Münster.

1996

  • Schneelandschaft. Installation des Moskauer Konzeptkünstlers, Poeten, Schriftstellers Dmitrij Prigov im Wewerka Pavillion. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Münster und der Kunstakademie Münster.

1999/2000

Selbstporträt mit geschlossenen Augen. Installation des Moskauer Künstlers Juri Albert. Ausstellungsraum im Haus der Niederlande. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Haus der Niederlande.


2002

Exkursion zur Ausstellung Ilja Repin (1844-1930). Das Geheimnis Russlands im Groninger Museum, Groningen, Niederlande.


2003

Führung durch die Ausstellung Russische Lackkunst. Von Peter dem Großen bis zur Großen Revolution im Museum für Lackkunst, Münster.

Exkursion zur Ausstellung Berlin-Moskau, 1950-2000 im Martin-Gropius-Bau, Berlin


2004

1:1 gleich=raum gleich=zeit – ein Kunstevent und Kulturaustauschprojekt von und mit  Künstler*innen aus Sankt Petersburg und aus Münster: Andrey Efi, Zhenya Gljukk, Anna Ivanova, Marianne Knöpfel, Willi Landsknecht, Damaris LipkeValerij Mischin, Evangelos Papadopulos, Clemens Goldbach, Axel Schulß, Klaus Tesching, Elena Trapeznikova, Nikolay Vasiliev.

28. Juli 2004: Präsentation im zentralen Ausstellungssaal des Kulturamts der Stadt Petersburg MANEGE im Rahmen des Festivals Performance 2004.

 

28. August 2004: Präsentation in 13 Übersee-Containern im Hafen in Münster

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Clemens Botho Goldbach: Koffer einer Reise

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